Rundweg um Oder, Mühlengraben, Pöhlder Wald und Kiesgruben Hinweis: Die Route ist im Gelände nicht beschildert. Nutzung auf eigene Gefahr! Start am Gruppenklärwerk an der K9 zwischen Pöhlder Kreisel und Scharzfeld.
- ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1990 und - entsprechend älterer Strukturen - als Erdfallsee renaturiert.
- ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1990 und als Dauergewässer für die Avifauna am Rande des Auewaldes der Oder renaturiert.
- Der örtlich Dutzende Meter mächtige Kies der Niederterrasse (Weichselkaltzeit) ist ab ca. 3-4 m Tiefe verlehmt und ab dort grundwasserstauend. Hier, an der NE-Ecke einer ehem. Kiesgrube wurde das Grundwasser als Quelle freigelegt. Im Zuge der Renaturierung wurde ein Bachlauf mit klarem kaltem Wasser bis in den Kiessee ausgeformt.
- ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1990 und als Dauersee mit wechselnden Wasserständen ausgeformt; reiche Avifauna und geschützte Brutflächen.
- Ältere Abbauflächen; hier liegt der Grundwasserspiegel bereits tiefer (Karstgebiet), die Abbauflächen sind weitgehend trocken. Ausbildung von artenreichen Magerrasen mit Lebensraum für Insekten, Reptilien und Vögel.
- Die Oder hat mit ihrer Aue (Naturschutzgebiet!) wieder naturnahe Strukturen und Biotope ausgebildet, nachdem ihr Lauf seit ca. 100 Jahren durch Kiesabbau und Flussbegradigungen künstlich überformt war.
- An der SW-Seite der ehem. Bahnbrücke entstand 2008 ein Erdfall; hier liegt der lösungsfreudige Hauptanhydrit flach unter den Talschottern.
- Weitere ältere und jüngere Erdfälle südlich der Oder kennzeichnen das allmähliche oder lineare Absinken des flussbegleitenden Grundwasserstroms durch Gips, Anhydrit und Dolomit nach Süden zur Rhumequelle.
- ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1995 und als Dauersee mit wechselnden Wasserständen ausgeformt; reiche Avifauna und geschützte Brutflächen.
- (Vorsichtige!) Querung des Pöhlder Mühlgrabens am Fehlschlag in die Oder. Der im Mittelalter angelegte Graben zeigt kaum Wasserverluste.
- Artenreicher Mischwald ohne Grundwasseranschluss auf Kies der Niederterrasse der Oder. Entspr. Nr. 8 zahlreiche Erdfälle aus dem Holozän.
- Verschachtelte Großerdfallstruktur. Durch Kiesgewinnung etwas überformt. Ältere Karten weisen noch im Tiefsten ein Gewässer aus.
- Wiedensee, Naturdenkmal: Erdfall mit schwankender Grundwasserblänke, ca. 9-10 m Wassertiefe. Südwestlich angrenzend: Brunnen Bad Lauterberg 5 gewinnt aus dem Karst des Pöhlder Beckens Trinkwasser.
- Kiesgrube; in Betrieb. Schöner Aufschluss im Geröllspektrum der Oder.
- Oberhalb der Einleitung der Kläranlage in die Oder erfolgt die Ableitung des Mühlgrabens (mit Brücke über den Graben). Brücke über die Oder.
F. Vladi 08/2008 |