Rund um Neuhof
 
Charakteristik:Rund- und
Streckenwanderungen
Beste Wanderzeit:April - Oktober
Wegemarkierung:teilweise
Gesamtstrecke:siehe unten
Wanderdauer:siehe unten
Ausgangspunkt:Bahnhof
Halbtages-Etappen eines mehrtägigen, naturkundlichen Regionalwanderweges (Karstwanderweg) entlang des gesamten Südharzes.
Besonders geeignet für Naturliebhaber, Familien, Gruppen, Hobbygeologen und -botaniker, Geschichtsinteressierte, naturkundliche Lehrwanderungen und wissenschaftliche Exkursionen.
www.karstwanderweg.de
 
Gesamtstrecke Sachsenstein: ca. 9 km - Wanderdauer: ca. 3 - 4 Std.
Gesamtstrecke Kranichstein: ca. 6 km - Wanderdauer: ca. 2,5 Std.
Gesamtstrecke Schwiebachtal: ca. 4 km - Wanderdauer: ca. 1,5 Std.
 
Empfohlener Wanderverlauf:
Drei Rundwanderungen in der herrlichen Südharzer Gipskarstlandschaft um Neuhof machen die Wahl schwierig. Der Lehrpfad Schwiebachtal ist der kürzeste; er läßt Ihnen Zeit für Entdeckungen auf eigene Faust, für eine Kombination mit den Rundwanderungen Kranichstein oder Sachsenstein oder eine Wanderung bis in die schöne Kurstadt Bad Sachsa hinein, wo von der dortigen Haltestelle Uffeplatz Sie der Linienbus zurückbringt.
Die direkt am Bahnhof beginnende Tour Schwiebachtal verbindet einen Höhenwanderweg mit schönen Fernblicken über die Südharzlandschaft, weit ins Thüringische hinein und bis zum Brocken, und geologische und ökologische Besonderheiten, die vorbildlich durch informative Tafeln aufgezeigt werden. Sie können je nach Wetter und Sonnenstand den Weg links- oder rechtsherum gehen.
Unmittelbar zu den Gipsgesteinen führt der Weg Kranichstein. Sie folgen der Bahnhofstraße abwärts nach Neuhof bis zum Lorendenkmal und von dort entlang des Baches nach Süden zum beeindruckenden Zunftbaum am Dorfgemeinschaftshaus. Die angrenzenden Kranichteiche zeugen von der Geschichte der Fischwirtschaft vergangener Jahrhunderte. Im sehr sorgfältig renaturierten ehemaligen Gipssteinbruch am Kranichstein macht es Spaß, die allmähliche Wiederbesiedlung mit Blütenpflanzen, Sträuchern und Bäumen zu verfolgen, denen dann Schmetterlinge, Vögel oder Eidechsen folgen. Eine Aussichtsbank und Schutzhütte laden zum Picknick ein. Der Weg zeigt an weiteren Stellen einen Einblick in den Aufbau der Gipsgesteine und endet an einer gewaltigen Bachschwinde mit großer Gipssteilwand, einem eindrucksvollen Erdfall und Naturdenkmal, der Pfaffenholzschwinde. Von hier geht es auf derselben Strecke zurück.

Etwas länger, dafür um so reizvoller ist der Sachsenstein. Sie folgen der Bahnhofstraße abwärts nach Neuhof bis zum Lorendenkmal. Von hier geht es am südlichen Ufer der Uffe in den Sachsenstein, einem mächtigen Gipsmassiv mit seiner langen eindrucksvollen Felswand. An der Holzbrücke spüren Sie die Frische einer Karstquelle. Durch einen renaturierten Steinbruch, der nach etlichen Jahren jetzt ein üppiges Grün zeigt, geht es zu den Zwergenlöchern. Dies sind sehr merkwürdige, metergroße und hohle Gesteinsblasen, die sich bei der Verwitterung des Gipsgesteins ergeben. Der Rundweg führt am Drehkreuz über die Bahnlinie (Vorsicht: die Züge fahren hier langsam und sind daher leicht zu überhören!), von wo aus nach Westen die Ruine der Sachsenburg und nach Osten die Reste des ehemals größten Zwergenloches, der Waldschmiede besucht werden kann. Auf der Höhe des Sachsensteines geht der Rundweg wieder auf den Pfad zurück, den Sie ab Neuhof gefolgt waren.


Kartenausschnitte: ATKIS®-TK50 ©