Die Försterhöhle

Text: Reinhard Völker
Fotos: Gerhard Oberländer

Die Försterhöhle liegt am Nordhang des Tiefen Tales im Alten Stolberg. Sie ist etwa 75 m lang, an einer hercyn streichenden Kluft im vergipsten Hauptanhydrit angelegt. Die Überdeckung beträgt nur wenige Meter.

Es ist nicht genau feststellbar, seit wann die Höhle bekannt ist. Wahrscheinlich diente das relativ große Höhlenportal mit der Vorhöhle zeitweilig als Zufluchtsstätte, da hier Topfscherben aus dem 15. und 16. Jahrhundert gefunden wurden. Auch soll nach einem Reisebericht des Jahres 1840 im Inneren der Höhle eine Inschrift aus dem Jahre 1549 sichtbar gewesen sein.

Der Nordhäuser Chronist Friedrich Christian Lesser (1692 -1754) beschrieb die Höhle. Als Försterloch oder Leopoldshöhle wird sie später ab und zu genannt.

1926 beschrieb Friedrich Stolberg die Höhle und fertigte einen Plan an:



Die Nordhäuser Höhlenforscher beschäftigten sich später mit der Höhle, es wurden noch mehrere Pläne angefertigt.

Die Höhle ist Quartier für winterschlafende Fledermäuse. In den letzten Jahren wurde sie touristisch häufiger besucht, was sich auf die Fledermausfauna negativ auswirkte.

Die Höhle wurde mehrfach biologisch und geologisch bearbeitet.