"Wir, Se. Königl. Mjestät und Churfürstl Durchlaucht verordnete Cammerpräsident und geheime Räthe urkunden hiermit, daß wir den Krug zu Nüxhey dem bisherigen Pächter Heinrich Christian Jordan auf fernere 3 Jahre verpachtet haben. Wir tun solches dergestalt und also, daß derselbe mit allem Fleiße dafür sorge, daß die Gebäude, wie ihm selbige nach dem Inventario überliefert sind, im guten Stande erhalten werden. Dabey verpflichtet er sich, den Passagiers und anderen bey ihm einkehrenden Gästen mit aller Bescheidenheit zu begegnen, im übrigen aber richtige Bier und Brantwein Maaße zu halten und sich überhaupt als ein ehrlicher und gewissenhafter Wirth zu bezeigen. Nächst dem verspricht er auch, auf fremde und verdächtige Personen, in gleichen auf die durchreisenden Soldaten, fleißig zu achten, nach ihren Pässen zu fragen, selbige zu examinieren, bey verspürende Unrichtigkeit anzuhalten, und davon sofort dem Amt Scharzfeld zur weiteren Verfügung Anzeige zu tun. Auch hat derselbige die dortige Grenze fleißig zu absolvieren und alle Neuerungen und Beeinträchtigungen dem Amte gleichergestalt sofort anzumelden. Für den Genuß dieser Krug-Pacht hat bezeichneter Heinrich Christian Jordan jährlich 43 Thaler, 9 Groschen, 2 Pfennige an Pachtgelde zu bezahlen."1831 hat sich der Postspediteur, Grenzvogt und Gastwirt Engelhardt zu Nüxei widerrechtlich ca. 1/2 Morgen Hutweidelands, der Gemeinde Osterhagen gehörig, angeeignet. Das Amt Scharzfeld hat entschieden, das Engelhardt das fragliche Gelände kaufen oder pachten soll und der Gemeinde Osterhagen den Schaden ersetzen soll.
Historisch gesehen hat dieses Wappen mit Steina nichts zu tun. Früher gehörte Nüxei zur Gemeinde Osterhagen. Erst am 1. April 1934 wurde es nach Steina umgemeindet. Deshalb wäre es besser gewesen, wenn man das Wappen in Nüxei behalten hätte, oder aber man hätte es nach Osterhagen gegeben. Privatisierung des Grenzkruges 1866 wurde die Zollgrenze zwischen Hannover und Thüringen aufgehoben. Dadurch brauchte man in Nüxei keinen Grenzkrug mehr. Deshalb wurde dieses Gebäude mit Stallungen und Ackerland an Peix aus Limlingerode verkauft. Der veräußerte die Wirtschaft weiter an Hennecke aus Tettenborn. Dieser wiederum verkaufte sie an Wachtel aus Halle. Um 1900 wanderte Johann Rohrbach aus der Schweiz nach Deutschland ein. Bei Dr. Matthießen, Tettenborn, war er als Schweizer tätig. Am 1. April 1906 kaufte er die Gastwirtschaft mit 54 Morgen Ackerland von Wachtel. Sein Sohn Otto Rohrbach bewirtschaftet diesen ehemaligen Grenzkrug heute noch. Dieses Gebäude stand um die Jahrhundertwende unter keinem günstigen Stern. 1891 brannte die Scheune bis auf die Grundmauern ab. Sieben Jahre später (1898) brach erneut ein Feuer aus. Alle Gebäude wurden von dem Brand bis auf die massiven Grundmauern vernichtet. An diesem markanten Punkt steht eine uralte Eiche, die unter dem Namen "Branntweinseiche" bekannt ist und wegen der Bedeutung aus früherer Zeit unter Naturschutz gestellt wurde. ( Auszug aus: WALTER, Klaus (1962): Aus der Geschichte der Wüstung Wittgerode und des Weilers Nüxei ) [ home ] |