Der Galgenturm
auf dem Ührder Berg süd-westlich von Osterode
 

Von diesem exponierten Standort aus, war in früherer Zeit ein hervorragender Rundblick in alle vier Himmelsrichtungen möglich.

Von dem im 13. Jahrhundert errichteten -Langen Wartturm- wurde u.a. der Verkehr der bedeutenden -Hohen Straße- überwacht.

Durch die in nächster Nähe gelegenen Osteroder Richtstätte wurde der Turm auch als -Galgenturm- bezeichnet.

Den einzigen Zugang ermöglichte eine Leiter, die in einer Höhe von ca. 4 m in den Einstieg mündete.

1966 wurde der verfallene Turm durch den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Arbeitleistung von Heimatfreunden wieder aufgemauert. Der Transport der Steine und des Mörtels in luftige Höhe wurde "stilgerecht", d.h. ohne Einsatz technischer Hilfsmittel durchgeführt.

Die anfangs freigelegten Grundmauern und der Merianstich (s.u.) waren maßgebend für den Wiederaufbau bis zu einer Höhe von 5,80 m. Erstaunlich waren die erst beim Aufbau erkennbaren Ausmaße des Wartturmes; einem massiver Sockel bis in 3 m Höhe folgte eine Wandstärke von 1,6 m bis in eine Höhe von 5 m.

Ausschnitt aus einem Gemälde nach dem Kupferstich von CASPAR MERIAN