Von Förste im Westen bis Pölsfeld im Osten reihen sich am südlichen Harzrand auf ca. 100 Kilometer perlschnurartig Erscheinungen aneinander, die auf die Gesteins auflösende Wirkung des Wassers zurückgehen: Höhlen, Erdfälle und Dolinen, Karstquellen, Bachschwinden und Flussversinkungen, Karstkegel, Schlotten, geologische Orgeln, Felsen und weiße Wände, gebildet aus dem besonderen Gestein des Südharzes, dem Gips.Der Karstwanderweg erschließt mit über 250 km Wegstrecke diese einzigartige Naturlandschaft in den Landkreisen Osterode am Harz (Niedersachsen), Nordhausen (Thüringen) und Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt). Im Landkreis Osterode am Harz bestehen wegen der größeren geologischen Flächenausdehnung der Karstlandschaft zwei parallele thematische Wanderwege. Hier lassen sich Abschnitte beider Wege sinnvoll zu Tagestouren verbinden. Der empfohlene Startpunkt für beide Wanderrouten liegt am Pferdeteich in Osterode am Harz. Soll Ihre Wanderung aus östlicher Richtung erfolgen, so wählen Sie die Ortslage Pölsfeld.
Die Beschilderung ist überwiegend in die Wegemarkierung des Harzklubs eingebunden. Folgen Sie dem roten Querbalken auf weißem Grund
und im Kreis Osterode noch vereinzelt dem gelben Kreis auf braunem Feld
.
Die Lage der Karsterscheinungen bedingt den Routenverlauf; besonders in feuchten Jahreszeiten ist festes, hohes Schuhwerk zweckmäßig. An den wichtigen Standorten geben ca. 200 Erläuterungstafeln Informationen über Geologie und Landschaft, Umwelt- und Naturschutz, Grundwasser sowie Siedlungs- und Industriegeschichte. Der Karstwanderweg berührt geschützte Natur- und Kulturdenkmale und quert Naturschutzgebiete. Er soll über die ökologischen Zusammenhänge in der Natur des Südharzes aufklären. Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln in Schutzgebieten, besonders das Wegegebot.