Klettenberg

Der Karstwanderweg verläuft zwischen Mackenrode und Klettenberg ausschließlich über Flächen des Hauptdolomites. Die Oberfläche ist wenig gegliedert, Karsterscheinungen sind hier kaum sichtbar. In Klettenberg lohnt es sich, den etwa 200 m langen Abzweig zum Kalkberg (Kalkbergstraße) zu gehen und bei Wasserführung einen Blick auf die Schwinde und die Quellen zu werfen.

Klettenberg war im Mittelalter der Sitz der Grafen von Klettenberg bzw. Hohnstein. Die Gebäude der Burg waren auf dem Burgberg um den sogenannten "Tempel" gruppiert. Auf der Bergkuppe, die im Mittelalter wesentlich größer war als heute, stand wahrscheinlich der Bergfried.

Nach dem Aussterben des Klettenberger Grafengeschlechts übernahmen die Grafen von Hohnstein die Herrschaft über die Grafschaft. Während des Dreißigjährigen Krieges und danach begann die Zerstörung bzw. der Zerfall der Burg, so dass heute nur noch Mauerreste und Kellergewölbe zu besichtigen sind.

Von der alten Dorfkirche, die nach dem Neubau der Burgkapelle aufgegeben wurde, ist nur noch der Turm erhalten. Die ehemalige Burgkapelle erfuhr 1704 einen Umbau und wird zur Zeit restauriert. In Klettenberg existierte im 17. Jh. eine Münzstätte, in der die Grafen von Sayn-Wittgenstein unterwertige Münzen prägen ließen. Da dies verboten war, wurde die Münzstätte 1690 geschlossen.

GPS-Koordinaten
N 51.5560° E 10.5945°

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