Sachsenburg


Die Sachsenburg liegt auf einem markanten Bergsporn des Werraanhydrits, der nach Norden, Westen und Südwesten zum Uffetal abfällt. Am Fuße dieses Bergsporns kornmt die Uffe ständig mit demWerraanhydrit in Berührung, was durch zahlreiche Karsterscheinungen dokumentiert wird.

Die Sachsenburg wurde im Jahre 1073 erstmals urkundlich erwähnt. Sie gehört zu einer Reihe von Burgen, deren Erbauung Kaiser Heinrich IV (1056 - 1106) veranlaßt hatte. Bereits im Jahre 1074 wurde die Burg zerstört.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie auf einer alten vor- oder frühgeschichtlichen Befestigungsanlage errichtet worden ist.

Ein 1869 erfolgter Durchstich des Berges zur Anlage der Bahnlinie Bad Sachsa - Walkenried beschädigte den Berg und die Burganlage erheblich.

Unmittelbar am Weg südöstlich der inneren Befestigung (Mauerreste) ist eine kleine Quellungshöhle sichtbar. Dieser Höhlentyp kommt im Gelände mehrfach vor. Durch Wasseraufnahme verwandelt sich der Anhydrit (CaSO4) zu Gips (CaSO4 x 2H2O).

Dabei kommt es zur Volumenvergrößerung. Die aufgequollenen, vergipsten Schichten heben sich vom Anhydrituntergrund ab. Dabei bildet sich ein kleiner Hohlraum, der als Quellungshöhle bezeichnet wird.

Der Sachsenstein ist Naturschutzgebiet.
Er darf deshalb nur auf den Wegen betreten werden.

[ Bäume bedrohten Burgruine Sachsenstein ]

[ Friedrich Stolberg über die Sachsenburg ]

GPS-Koordinaten
N 51.5876° E 10.5816°

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