In der Geschichtsauffassung der DDR dominierte die Betonung der proletarisch-revolutionären Tradition, als deren Ausgangspunkt gemeinhin der "Große Deutsche Bauernkrieg" von 1524/25 verstanden wurde. Dessen 450. Jubiläum wurde ein Staatsakt. Es war die Feier einer sozialistischen deutschen Nation, die mit der westdeutschen nichts mehr gemein haben sollte, ihr ausschließlicher Bezugspunkt sollten die "revolutionären Traditionen deutscher Geschichte" sein. Unter Berufung auf Friedrich Engels "Der Deutsche Bauernkrieg" galt dieser Aufstand als Beginn des Kampfes um eine nichthierarchische Gesellschaft. Eine Konzeption Leipziger Historiker, 1976 vom Auftraggeber, dem Ministerium für Kultur der DDR bestätigt, wurde zur Grundlage der bildkünstlerischen Auslegung. Sie plädierte für eine umfassende Gestaltung und Einbeziehung der Schlacht bei Frankenhausen als Teil "Frühbürgerlichen Revolution". Im Herbst 1974 erfolgte die Kontaktaufnahme mit dem international bekannten Leipziger Maler und Grafiker Werner Tübke. |