Das Harzer Rote Höhenvieh ... Im 20. Jahrhundert konnte es in der Konkurrenz der modernen Leistungsrassen nicht mehr bestehen; seit den 70er Jahren war die Rasse fast erloschen. 1997 wurde sie sogar zur „gefährdete Nutztierrasse des Jahres“. Heute werden diese Rasse und ihre hervorragenden Eigenschaften in der Küche und in der Pflege der Kulturlandschaft neu entdeckt. Die Harzer Rotviehzucht Düna ...
„Mit den Tieren schreibt man ja Jahrhunderte alte Geschichte!“ Kulturlandschaft, Natur und Fleischqualität ... Harzer Rotes Höhenvieh ist ein neuer Anreiz für die Harzer Gastronomie, es bietet neben der Qualität eine hohe regionale Identität. Mehrere Spitzenrestaurants der Region führten Aktionswochen durch: mit großem Erfolg! Die Nachfrage der Gäste konnte kaum gedeckt werden. In der Vollendung der gegenwärtigen Aufbau- und Investitionsphase steht ein anspruchsvolles Ziel. Ein ökonomischer Kreislauf soll geschlossen werden: Agrarproduktion, Gastronomie, Fremdenverkehr, Naturschutz, Kulturlandschaftspflege und Art-Erhaltung. Naturschutz und Landschaftspflege sollen aus den Erträgen ihrer Produkte finanziert werden; diese Produkte, hier das Rindfleisch finden bevorzugten Absatz in der gehobenen Gastronomie und führen mit der Neuen Harzer Küche und dem Fremdenverkehr der Region neue Gäste zu. Das Landschaftsbild findet eine attraktive Belebung. Am Ende soll sich die „Harzer Rotviehzucht Düna“ als Vollerwerbsbetrieb tragen können.
Das Beste aus der Region Bis dahin ist es ein weiter Weg. Der Bestand von derzeit insgesamt 128 Tieren ist mit anspruchsvollen Zuchtzielen im Aufbau und soll auf 120 Mutterkühe anfänglicher Produktionsgröße aufgebaut werden. Das dafür benötigte Grünland steht als Eigentum und Pachtland zur Verfügung. Der Stall für die Wintermonate soll im Naturschutzgebiet und als Modellprojekt mit Bildungsangebot für die Landschaftspflege und artgerechte Tierhaltung verwirklicht werden; so ist es mit der oberen Naturschutzbehörde abgestimmt. Der ökologisch wirtschaftende Betrieb will ein Modellprojekt werden für die „Neue Landwirtschaft“, der im Gefolge der BSE-Krise entwickelten neuen Agrarpolitik von Bund und Land. Auch hier heißt das Ziel: Klasse statt Masse! In 2001 lief ein erstes Marketingvorhaben aus Fördermitteln im Land Niedersachsen zur Einführung des Produktes in der Gastronomie über das Beratungsunternehmen Futour, München, Dieter Popp, an, jener Gruppe, die bereits in der Rhön das dort fast ausgestorbene Rhönschaf wieder heimisch gemacht hat: Auf dem Teller und damit auch in der gewerblichen Schafhaltung. Der Förderzeitraum des staatlichen bzw. kommunalen Naturschutzgroßprojektes Hainholz wurde 2000 abgeschlossen. Es umfaßte noch keine einzelbetrieblichen Maßnahmen. Unmittelbar darauf aufbauend folgt jetzt die Investitionsphase des privat initiierten Projektes Harzer Rotes Höhenvieh. Die Initiatoren sind überzeugt, daß es sich als Modellprojekt der neuen Agrarwirtschaft in Bund und Land bestens eignet.
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