Ein 3,6 Kilometer langes neues Teilstück des Gipskarstweges wurde am 3. Mai 2010 freigegeben. Es verbindet Flehmüllers Eiche in Krimderode mit dem Salzaspring bzw. dem Hirschenteich in Salza. Bürgermeister Matthias Jendricke, Andreas Heise, Vorsitzender des Vereins Karstwanderweg Landkreis Nordhausen e.V. und Landrat Joachim Claus (v.l.n.r.), schnitten am Wehr in Obersalza das Band durch.

Foto: P. Grabe

Heise verwies auf die europaweite Einmaligkeit der Gipskarstlandschaft im Südharz und zitierte den Schriftsteller Josef Hofmiller mit den Worten „Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele.“ Hinzu komme, dass die Erkundung des Kartwanderweges zugleich über wichtige ökologische Zusammenhänge aufkläre. Heise dankte den Anwohnern entlang des neuen Wegabschnittes – unter anderem den Familien Schunke und Forst – für deren Unterstützung bei der Herrichtung des Wegs wie auch der Landkreis- und Stadtverwaltung und allen anderen ehernamtlichen Helfern sowie den privaten Grundstückseigentümern, über deren Gemarkung der Weg zum Teil verlaufe, der Gedenkstätte Mittelbau-Dora und der Lift gGmbH.

Landrat Joachim Claus sagte, er hoffe, dass die anerkennenswerte und fleißige Arbeit der Mitglieder des Fördervereins und der anderen ehrenamtliche Helfer bei der Herrichtung des Wegs „nicht wieder den Vandalen zum Opfer fallen.“ So habe man entlang des Wegs auch eine kleine Waldschänke aufgestellt, „die hoffentlich viele Wanderer noch lange erfreuen kann.“ Claus dankte der Kreissparkasse, der Gedenkstätte Mittelbau-Dora und dem Förderverein für deren Unterstützung bei der Eröffnung des neuen Teilstücks.

„An diesem Idyll bin ich noch nie gewesen“, sagte Bürgermeister Jendricke bei der Eröffnung mit Blick auf das Wehr zwischen Zorge und Mühlgraben. Sein Dank ging ebenfalls an alle Beteiligten und an Silke Fröhlich und Mona Grabinsky, die im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes der Stadt Nordhausen und der Lift gGmbH die Route des neuen Teilstücks des Karstwanderwegs ausgekundschaftet hätten.