Nach Etappenziel neue Ideen entwickelt

"Drei Länder ein Weg - der Karstwanderweg Südharz"


Im Beisein der Südharzer Karstprinzessin Carolin Kolbe aus Roßla präsentieren die Akteure der Arbeitsgemeinschaft 3 Länder ein Weg - der Karstwanderweg das Zertifikat. Foto: Rohland

Nachfolgende Generationen sollen für die Karstlandschaft begeistert werden.

"Drei Länder - ein Weg", allein diese über Jahre von "unten gewachsene Verbindung" der Karstlandschaft in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen, ist eine Auszeichnung wert.
Nun konnte die Arbeitsgemeinschaft "Drei Länder ein Weg - der Karstwanderweg Südharz" auf der Wander- und Trekking-Messe "Tour-Natur" in Düsseldorf das Gütesiegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" vom Deutschen Wanderverband entgegen nehmen.
Reinhard und Christel Völker hatten Anfang der 1980er Jahre den Auftrag, an der Heimkehle ein Karstmuseum zu errichten. Aufgrund der fehlenden Räumlichkeiten haben sie ihr Konzept "einfach" in die vorhandene Landschaft zwischen Pölsfeld und der Heimkehle umgesetzt. Zu den zahlreichen Helfern zählten damals der Höhlenführer Karl-Heinz Schmidt (Charly) und die ehemalige Kreiswanderwegemeisterin Sonja Kirchner. Die politische Wende ermöglichte die thematische Weiterführung des Karstwanderwegs (KWW) im Landkreis Osterode in Niedersachsen, bis schließlich der Lückenschluss im Kreis Nordhausen/Thüringen erfolgte. Heute umschließt der rund 233 Kilometer lange Weg den Südharzrand.
Nach dem multimedialen Wanderführer ist das Erreichen des Qualitätssiegels die zweite große erfolgreiche Aktion der Arbeitsgemeinschaft "Drei Länder ein Weg - der Karstanwanderweg Südharz". Der lange Weg zur Zertifizierung begann im Jahr 2007. Schließlich mussten die hohen Ansprüche an einen Qualitätswanderweg erfüllt werden.
Der Wanderer braucht heute überdachte Bänke für die Rast, möglichst mit schönem Fernblick, Natur-, Kultur- und Rechtsgeschichte werden ihm auf Informationstafeln nahe gebracht. Kein Stück des Weges darf mehr als drei Kilometer auf harten Boden (Straße) verlaufen. Das erreichte Qualitätssiegel ist ein gutes Marketinginstrument, um den Weg in seiner Gesamtheit bekannter zu machen. Gut genutzt werden bereits die geführten Sonntagswanderungen. Auch die Führungen "Vier Jahreszeiten im Gips" erfreuen sich wachsenden Zuspruchs. Dabei wird der gesamte Karstwanderweg ohne Gepäck über mehrere Stationen an einem Wochenende erwandert.
Das Gütesiegel gilt für drei Jahre, dann erfolgt eine erneute Überprüfung. Aber die Anwesenden wissen auch, dass ein Weitertragen der Idee des Karstwanderweges in die nächste Generation notwendig ist.
Die Arbeitsgemeinschaft drei Länder ein Weg - der Karstwanderweg besteht seit 2002. Mitglieder sind die drei Fördervereine, "Südharzer Karstlandschaft", Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg Osterode am Harz, Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen, das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und der Naturpark Südharz.

Steffi Rohland - 07.12.11