500 Wegschilder und 2 000 Marken

„Ich bin begeistert! Kein Hexenstieg, kein Rennsteig kommen an die landschaftliche Schönheit dieses Weges heran! Der Karstwanderweg hätte den Titel Premiumweg und Top Trail of Germany viel eher verdient, als manche anderen Fernwanderwege”,

so bestätigte Klaus Holst mit seinem Eintrag in das Internet-Gästebuch die Aktiven des Karstwanderwegs.


Die aktiven Vorstandsmitglieder und weitere Helfer am Kranichteichschild. Foto: Uta Krummhaar

Diplom-Geologe Firouz Vladi, zweiter Vorsitzender des Fördervereins Karstwanderweg, verlas diesen Eintrag mit sichtlicher Zufriedenheit, als Begrüßung anlässlich eines Treffens in Neuhof.

Anerkennung und Lob des zitierten Wanderfreundes sorgten auch bei den anderen Anwesenden für Freude, da eine organisations- und vor allem arbeitsreiche Zeit hinter ihnen liegt. Fördervereinsmitglieder, selbst deren Familien und Kräfte des Job-Centers haben in jüngster Vergangenheit auf 145 Kilometern Wegstrecke für eine neue Beschilderung Sorge getragen. Insgesamt 500 Wegschilder und 2 000 Wegmarken gibt es nun. Nicht nur im Landkreis Osterode waren Helfer aktiv, denn zeitgleich geschah die Neubeschilderung des „Drei Länder-Weges” (Niedersachsen, Thüringen und Schachsen-Anhalt) auch in den beiden anderen Bundesländern. Naturfreunde können, ohne dafür Wanderkarten zu benötigen, den Karstwanderweg und seine Besonderheiten entdecken.

Entlang dieses „Thematischen Weges” präsentieren sich viele einmalige Aus- und Einblicke. In Anbetracht derer und der erfolgten Arbeiten hoffen die Mitglieder des Fördervereines darauf, im kommenden Jahr das Gütesiegel des Deutschen Wanderverbandes Kassel erlangen zu können. Zusätzlich, zu dafür nötigen Voraussetzungen und zu erfüllenden Vorgaben, werden demnächst noch große Schautafeln installiert. Hierauf finden Wanderer spezielle Informationen, beispielsweise über geologische Besonderheiten. Die breiten Forstwege aber auch Pfade des Karstwanderweges verlaufen abwechslungsreich durch Waldbereiche, entlang von Feldern und auch durch bewohntes Gebiet. Mit Streckenabschnitten, die durch Dörfer führen, erhofft man sich beispielsweise auch eine Förderung des ländlichen Raumes, denn örtliche Gasthäuser laden zum Verweilen ein. Sehenswürdigkeiten, wie die Stadtmauer in Osterode oder der Bereich am Mühlengraben in Herzberg, finden die Naturfreunde auf der Erkundung des Karstwanderweges ebenso, wie Bachschwinden, Karstquellen, Höhlen und vieles mehr. Träger des Karstwanderweges in Niedersachsen ist der Landkreis Osterode. Die Materialkosten für die neue Beschilderung setzten sich zusammen aus Fördermitteln des Landes „Projekt Natur erleben”, aus einem Zuschuss der Kreisverwaltung Osterode und aus einer finanziellen Beteiligung des Fördervereines.

HarzKurier: 25. Oktober 2010