"Drei Länder - ein Weg" nicht nur ein Slogan

Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg hielt bei Jahreshauptversammlung Rückblick

Eine erfolgreiche Bilanz zog der Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg.
Vorab erhielten die Gäste eine Einführung in die Ausstellung "Gips - mehr als ein weißes Pulver" des Vereins Heimatgeschichte Walkenried / Bad Sachsa und Umgebung. Besuchbar ist diese Ausstellung im Foyer der ehemaligen Grundschule jeweils dienstags von 15 bis 17 Uhr oder bei größeren Gruppen auch nach Absprache.
In seinem Bericht ging Dr. Gerald Dehne auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Hauptbestreben sei es gewesen, den Karstwanderweg einheitlich zu beschildern. Hier galt sein besonderer Dank den Mitgliedern und auch in Bezug auf die öffentliche Diskussion bezogen, den MAE-Kräften, die für ihre Unterstützung und ihren Einsatz Hochachtung verdienten. "Drei Länder ­ ein Weg" sei nun nicht nur ein Slogan, sondern mit einem einheitlichen Symbol auf der Wegstrecke von Förste bis Pölsfeld auch Realität geworden. Weiterhin fand der Kooperationsvertrag mit der ansässigen Gipsindustrie bezüglich der Unterstützung bei der Wegeinstandhaltung Erwähnung. Erste Maßnahmen im Bereich Bad Sachsa/Walkenried und Osterode seien abgeschlossen. Die Prioritäten der Vereinsarbeit liegen derzeit auf dem Karstwanderweg, da die Finanzierung des Gipsmuseums momentan sehr problematisch erscheine. Auch sei der Karstwanderweg derzeit verstärkt ins Interesse gerückt, was die Besuche auf der Website und die Teilnehmerzahlen an den Sonntagswanderungen zeigten. Firouz Vladi konnte berichten, dass die Bemühungen zur Erlangung der Qualifizierung des Weges sehr weit fortgeschritten sind. Die Trassen würden derzeit optimiert. 250 Kilometer Karstwanderweg, davon allein aufgrund der doppelten Trassenführung 144 Kilometer im Kreis Osterode, seien per GPS erfasst. Man verschließe sich auch nicht vor neuen Trends, denn auch Punkte für das Geocatching sind in Vorbereitung. Ein Qualitätsmerkmal im . Rahmen der Zertifizierung ist, dass Wandern ohne Karte nur aufgrund der Beschilderung möglich sein muss. Daher sei man bestrebt, die Beschilderung ständig zu unterhalten und zu kontrollieren. Die Infotafeln entlang des Weges werden derzeit überarbeitet und eine Neuauflage des Karstwanderwegführers sei in Vorbereitung. Drei Brände im Gipsbrandofen in Neuhof seien bisher durchgeführt worden und nach entsprechenden Laboruntersuchungen erfolgreich verlaufen. Doch die Vermarktung des Gipses gestalte sich aufgrund gesetzlicher Gewährleistungsbestimmungen sehr problematisch. Doch soll der vorhandene Gips voraussichtlich bei der Sanierung der Klostermauer Walkenried eingesetzt werden. Frank Uhlenhaut, Ralph Böhm und Andreas Feist sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Wahlen brachten dann folgendes Ergebnis: Vorsitzender Dr. Gerald Dehne, 2. Vorsitzender (Karstwanderweg) Firouz Vladi, 2. Vorsitzender (Gipsmuseum) Elmar Zimmer, Kassenwartin Monika Dehne, Schriftführer Wulf Ehrig, Beisitzer Michael Wienrich, Uwe Schridde, Klaus Liebing und Detlef Tront.

Die scheidenden und gewählten Vorstandsmitglieder mit Dr. Gerald Dehne (links) und Fritz Reinboth (Zweiter von rechts) in der Ausstellung "Gips - mehr als ein weißes Pulver". Foto: Michael Schaschek