Opfer beim Bau der Helmetalbahn 1944/45 am 29. März 2002 Bericht eines Teilnehmers Wie es wirklich war ... the official version:
Die Wegführung an sich war sehr naturnah. Die Wanderung endete mit einigen persönlich gewechselten Worten mit dem Leiter Herrn Vladi in der höchstgemütlichen Kneipe "Zum Grenzkrug". Fazit: Das machen wir wieder ! the special version: HarryG, Wimmi und Sorgnix und die bezaubernde Melanie trafen sich voller Spannung auf die anliegende Wanderung mit ca. 70 weiteren Geschichtsinteressierten im kleinen Ort Nüxei. Nach näherer Betrachtung der Teilnehmer kam man gemeinsam zu dem Schluß: Eigentlich sind wir mit unseren im Durchschnitt ca. 40 Lebensjahren ein wenig zu Jung für diese Tour ! Uns wurde eine Tour über ca. 14 Km Länge angekündigt, auf der wir unseren mitgebrachten Proviant wohl gut gebrauchen könnten ...
Nach einleitenden Worten von knapp 20 Minuten Länge setzte sich der Zug in Bewegung - glatt 300 m weit, um wiederum ca. 15 Minuten einen höchstidyllischen Talkessel samt romantischem Teich die Aufmerksamkeit zu widmen. Erste Hochrechnungen ergaben, daß die Tour bei diesem Tempo wohl "nur" knapp 12 Stunden dauern würde .. Das erste Highligtht bot sich nach ca. 1,2 Km: Der Wanderhighway wurde durch ein Bachbett gekreuzt. Das Rinnsal war zwar nur knapp 3 m breit, hatte auf "unserer" Uferseite allerdings eine ca. 2 m hohe Steilwand, die es zu überwinden galt. Wie sich die Festigkeit einer humösen Böschung nach Passage von 69 Wandersleuten gestaltet, dürfte dem praxisorientierten Leser sicher klar sein. ... Teilnehmer Nr. 70 bis 73 (wir) konnten den Parcour noch ohne größere Probleme meistern. Die Startnummer 74 hatte sich als Höchstschwierigkeit allerdings einen Hund in Form eines Riesenkalbs aufgehalst ... Hierbei gaben zwei Comedy-erprobte Wanderinnen eine kurze Einlage, indem sie ihre müden Häupter unbedingt auf eine morsche Holzbarriere wuchten mußten - sie entschwanden samt dieser rücklings in Richtung Unterholz ...
Auf der hochliegenden Dammkrone der Bahnlinie angekommen, folgten eindringliche Worte zur unrühmlichen Geschichte des Entstehens der Bahnlinie. Die Worte waren umso einprägsamer, da einigen der Teilnehmer die Erschöpfung förmlich ins Gesicht geschrieben war ... Die nächsten 700 m führten entlang auf dem mit nur 0,2 % Gefälle versehenen Bahndamm. Eigentlich eine Hochgeschwindigkeitsstrecke für unseren geländegängigen Asthmazug. Die Ausrüstung der meisten bestand immerhin aus hochwertigsten Wanderschuhen, modischster Bekleidung, Qualitätsrucksäcken und dekorativen Wanderstöcken ...
Wer glaubte, er hätte nun das Schlimmste hinter sich, der irrte ... Unser Führer war vom Zustand des einzigen Teils der Strecke, den er eine Woche zuvor NICHT erkundet hatte, nach eigenem Bekunden förmlich "überrascht" ... Nachdem das alles überwunden war, setze die nunmehr kampferprobte Einheit zum Schlußspurt über eine der seltenen befestigten Schotterpisten dieser Gegend an. Auf halbem Weg zur Tränke wollten sich einige der mitgenommensten Kämpfer voller Freude in einen ca. 6 m tiefen, frischen Erdfall stürzen. Sie schafften es allerdings aus konditionstechnischen Gründen nicht mehr, die diesen umspannenden Trassierbänder zu durchbrechen. Nach dieser Zwangsrast schleppten sich Gott sein Dank doch alle (???) zurück bis zur Kneipe. Auf einen Drink kamen jedoch die Wenigsten mit herein. Es war wohl "Flucht" angesagt ... Aus unseren geplanten 14 Km waren am Ende (leider ???) nur ungefähr 5 Km geworden ... Ob jemand verloren gegangen war, konnte nicht ermittelt werden, da niemand auf Vollzähligkeit prüfte ... Der Abschlußcappucino in der Kneipe war begleitet von interessanten Informationen der bisher unbekannten Art. Eine Mithilfe/Mitarbeit im "Arbeitskreis Spurensuche" wurde ernsthaft in Erwägung gezogen ! Es war teilweise eine bedrückende Konfrontation mit Geschichte, teilweise lustig in Punkto Situationskomik - alles in allem: Nachahmenswert. Fazit: Das machen wir wieder ! vielschreibenderweise |